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6000+ km im DB4

von Martin Groschwald


Das Ende der Astonishing Drivers Club UK Tour (Zum Review hier: https://www.astonishingdrivers.com/post/r%C3%BCckblick-england-tour-september-2023) war für viele ja der Abschluss einer wunderbaren Zeit in England, für uns war es allerdings der Start ein weiteren Fahrt. Für uns ging es noch bis zum nördlichsten Punkt der britischen Hauptinsel um die wunderbare North Coast 500 in Schottland zu erfahren - im wahrsten Sinne des Wortes.


Unser Gefährt, der 1961 DB4 Serie 4, hatte sich während der UK Tour ohne Probleme bewährt und auch zu unserem ersten Zwischenstop und kleinen Check-Up in Newcastle ging es ohne Probleme.


Nach 2 wunderbaren und sehr empfehlenswerten Tage in Newcastle (und auch beim Service von Aston Workshop) ging es dann endlich nach Schottland! Zugegeben, die Strecke von Newcastle nach Inverness zum Start der North Coast 500 sind "nur" 282 Meilen, mit dem DB4 waren es dann aber doch knapp 6 Stunden Fahrzeit. Am späten Nachmittag angekommen genossen wir noch einen schönes Abendessen beim lokalen Inder mit ein paar Pints bevor es dann ins Bett ging.


Die North Coast 500 wurde 2015 durch die lokale Regierung ins leben gerufen um mehr Tourismus in die Gegend zu ziehen. Es hilft natürlich ungemein, wenn die Landschaft und Straßen bereits schon wundervoll gelegt sind und nun auch noch entsprechend ausgebaut und neugeteert wurde. Das Bild der Karte von Wikipedia veranschaulicht dir Route.



Wir fuhren gegen den Uhrzeiger Sinn mit dem ersten Ziel "John O'Groats", der nördlichste Ort der in auf dem britischen "Festland" bewohnt ist. Die Strecke von Dingwall nach Wick ist sicherlich nicht die spektakulärste der NC 500 aber die Ausblick auf das Meer sind ein wahrer Traum! Angenommen in John O'Groats haben wir es uns erst einmal in der dortigen Brauerei niedergelassen und entspannt das lokale Bier genommen. Ein wunderbarer Ort, den man sicherlich nicht jeden Tag zu sehen bekommt.


DB4 am nördlichesten Punkt - John O'Groats


Tag 2 der NC 500 führte uns von John O'Groats nach Tongue. Nur eine halbe Stunde nach dem Start machten wir auch schon zum ersten Mal eine Pause. Das Haus der britischen Königsfamilie und der bevorzugte Landsitz der "Queen Mum" Castle of Mey war einen wunderbaren Abstecher Wert. Das Cafe ist auch sehr nett und der Shop sprüht nur so von royalem Klatsch. Die Strecke in das beschauliche aber wunderbare Örtchen Tongue war wundervoll. Wie man sich Schottland vorstellt: Kurvenreiche Strassen, die mit einem wunderbaren "Flow" genommen werden können ohne dass man sich Sorgen machen muss abzufliegen. Einfach wundervoll und so macht vorallem das Fahren im DB4 unfassbar viel Spass.


In den Wäldern um Tongue


Unser nächstes Tagesziel war Ullapool, ein kleines Städchen das vorallem für seine Fähre nach Stornoway bekannt ist. Die Strecke führte uns das erste Mal über die Hügellandschaften der NC 500. Ein unfassbares Farbenspiel, gerade im September, von Grün, Braun und dem Blau des Meeres und der Lochs. Man kann gar keinen einen Spot empfehlen, die Ausblick sind atemberaubend und sehr abwechslungsreich. In Ullapool angekommen genossen wir den besten Fisch der Reise und die urigsten Pubs. Ein wunderbares kleines Städtchen.


Auf dem Weg nach Ullapool


Tag 4 führte uns zur Isle of Skye, also etwas Abseits der NC 500. Der Weg über Poolewe nach Lochcarron war mal wieder wie aus dem Bilderbuch. Man hatte konstant das Gefühl, man ist im Film. Schottland in Perfektion und wunderschönen kleinen Dörfer wo man denkt, die Zeit ist zum Teil stehen geblieben. Die Isle of Skye an sich muss man mögen. Ja, sie ist eine Reise wert. Die Whiskey Distillerien und Austernfarmen sind immer einen Besuch wert. Es ist aber im Gegensatz zur NC 500 (zumindest in der Zeit in der wir sie gefahren sind) sehr voll mit Touristen. Die Ruhe und Entspanntheit die wir die Tage davor hatten gibt es dort nur bedingt.


Unser letzter Tage sollte uns nach Edinburgh führen, allerdings mussten wir noch einen Zwischenstop einplanen: Glencoe. Oder besser gesagt für alle James Bond Fans: Die Skyfall Road. Die weltbekannte Brücke des Hogwarts Express der Harry Potter Filme lag ebenfalls auf dem Weg, mit dem DB4 lag der Fokus aber für uns natürlich auf Skyfall.


Der Weg dorthin begann regnerisch und wir machten uns schon Sorgen, dass unser einziger Regentag uns die Skyfall Road etwas versauen würden. 5km bevor es aber dann für uns rechts in ein kleine Seitenstrasse abging klärte der Himmer auf. Wer die Dronenshots aus Skyfall kennt, weiss wie wunderschön diese Landschaft dort ist. Eingerahmt von kleineren Bergen und wundevollen Farben, die durch den Regen noch intensiviert wurden, bogen wir auf die Skyfall Road.


Wir hatten Glück, wir waren bis auf einen Camper allein an DER Stelle. Der Camper sah uns und konnte seinen Augen kaum glauben - er dachte zwar wir sind ein DB5 aber das war ihm dann auch egal. Was sind schon die Chancen, dass ein Aston der Generation genau in dem Moment an diesen Ort kommt. Wir hatten also knapp 15 Minute um die Fotos zu schießen und die beiden weltbekannten Szenen nachzustellen.



DIE Bilder der Skyfall Road


Nach und nach kamen immer mehr Touristen, wir durften uns allerdings nicht bewegen. Wir waren bestimmt noch bestimmt 30 Minuten damit beschätigt, den Leuten die Freude zu machen, sich mit dem DB4 zu fotografieren und die Freude und das Lachen auf den Gesichtern war einfach wunderbar zu sehen.


Unser Tag endete in Edingburghs einziger und an diesem Tag sogar erst eröffneten Distillerie.


Unser Rückweg nach München führte uns via York und London dann noch über die Chamapgne, wo wir noch die Chance nutzten um am historischen Circuit de Reims ein paar Bilder zu machen.




Am Circuit de Reims


Nach exakt 6170 Kilometern kamen wir wieder in München an. Knapp 3 Wochen verbrachten wir im DB4. Ohne Probleme, mit viel Spass und unvergesslichen Eindrücken.

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